Bergregion Obersimmental-Saanenland

Gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft

Geschäftsbericht 2019

Geschäftsbericht Bergregion OS-SA 2019

Rückblick und Ausblick der Präsidenten
«Mit einer Planung ist noch kein einziges Projekt umgesetzt. Einer Idee muss Leben eingehaucht werden. Nur so kommt sie zum Fliegen!»

Gesundheit Simme Saane
In einem vielschichtigen Prozess und unter Einbezug aller wichtigen Leistungsträger im Bereich Gesundheit, Unternehmerschaft und Politik, wurde im zweiten Halbjahr 2019 die Trägerschaft für ein übergreifendes Gesundheitsnetzwerk, ein Gesundheitszentrum in Saanen sowie einen Campus in Zweisimmen gegründet. Mit der Gründung der Aktiengesellschaft und Konstituierung des Verwaltungsrates der Trägerschaft Gesundheit Simme Saane GSS, haben alle Gemeinderäte der Region Simmental-Saanenland solidarisch ein Gemeinwerk geschaffen, für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung in unserer Region.
Der Verwaltungsrat der GSS steht ein für eine Vernetzung der Leistungserbringer und Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Grundversorger. Eine adäquate und zukunftssichere, stationäre Versorgung macht unsere Region auch für junge Hausärzte attraktiv.Regionaler Abbau- und Deponierichtplan
Mit der Genehmigung unseres Abbau- und Deponierichtplans konnte eine gut vierjährige Planungsarbeit einstweilen geschlossen werden. Nicht alles ist so gekommen wie ursprünglich angedacht und gewünscht. Trotzdem sind gute Voraussetzungen geschaffen für alle weiteren, notwendigen Arbeiten auf dem Weg zur Umsetzung der einzelnen Standorte. Der Planungshorizont von fünfunddreissig Jahren ist weit, sogar sehr weit und zeigt damit auch die Herausforderungen dieser aufwändigen Planung auf. Allen ist klar, dass über fast zwei Generationen hin eine Planung bei der Umsetzung noch viele Änderungen erfahren wird. Schon heute müssen wir uns immer wieder an geänderte Rahmenbedingungen und neue, schärfere Auflagen anpassen. Das bleibt eine grosse Herausforderung, auch in Zukunft! Gute Beispiele wie der Deponiestandort «Ey-Grubenwald» in Zweisimmen sollen mithelfen die Akzeptanz der Standorte in der Bevölkerung zu verbessern. Nur bestens geführte und überwachte Standorte werden mitgetragen. Beim genannten Beispiel war anfangs eine grosse Skepsis der Bevölkerung spürbar. Mittlerweile hat sich diese fast vollständig gelegt. Der Grund liegt in einem beispielhaften Einbezug aller Betroffenen, einem sehr guten und transparenten Betrieb sowie einem gut sichtbaren Fortschritt der Auffüllungen, mit zunehmend grösser werdendem, neu gestaltetem, schon wieder angesätem und bewirtschaftbarem Landwirtschaftsland.

Mountainbike-Planung
Unsere Mountainbike-Richtplanung ist eine in mehrfacher Hinsicht aufwändige Planung, obwohl es eigentlich nur um eine Routenführung und die Feststellung der Möglichkeit einer simplen Signalisation geht. Unsere Routen sind in den meisten Fällen massentaugliche und schon heute von Freizeit- und Familiensportlern genutzte Strecken. Wir planen keine bauliche Massnahmen. Viele Strecken führen über Privatgrundstücke und werden von unterschiedlichen Interessen-Gruppen genutzt. Das ist auch das eigentliche Thema. Wir stellen fest, dass noch nicht alle verstanden haben, dass unsere Planung partnerschaftlich alle Beteiligten einbezieht. Uns ist bewusst, dass wir nur mit diesem konsequent und bis zur Umsetzung weiterverfolgten Ansatz, gemeinsam und erfolgreich die Herausforderungen meistern. Mit unserer Planung wollen wir bei der Routenumsetzung Ordnung und Sicherheit für alle Beteiligten erreichen. So haben wir zum Beispiel für die im Zusammenhang stehende Haftungsfälle für alle Bewirtschafter und Grundeigentümer an unseren Routen eine sehr innovative Versicherung abgeschlossen. Ein Novum in der Schweiz.

Bauprojekt Speichersee Betelberg
Im Rahmen der regionalen Landschaftsrichtplanung und dem touristischen Entwicklungskonzept wurden unter anderem auch die Intensiverholungsgebiete benannt. Unterhalb der Bergstation Leiterli am Betelberg Lenk, kann 2020 genau in einem solchen speziell ausgeschiedenen Gebiet der Bau des Speichersees an die Hand genommen werden. Trotz der richtplanerischen Ausscheidung des Gebiets waren noch massgebliche Planungsarbeiten der Lenk Bergbahnen und der Gemeinde Lenk nötig bis zur Baubewilligung für den neuen Speichersee. Wir freuen uns über die gelungene Umsetzungsplanung und wünschen den Beteiligten viel Erfolg beim Bau.
Nicht erfolgreich waren die Bemühungen, dem ganzen Projekt die Krone aufzusetzen. Eine sehr naheliegende, kombinierte Sommernutzung des Speichersees ist wegen dem geforderten Konzentrationsprinzip sowie Fragen rund um die Standortgebundenheit eines Angebots nicht möglich. Wie an anderen Orten auch, wird der neue Speichersee, einmal in Betrieb, trotzdem seine wassermagnetische Wirkung in der Sommersaison entfalten. Wir hoffen sehr, dass sich Lösungen finden werden und in solchen Fällen Angenehmes mit Nützlichem verbinden lassen.

Wir danken allen die sich in unserer Region für gemeinsame Anliegen engagieren.
April 2020, für die Bergregion Obersimmental-Saanenland

Toni von Grünigen, Albin Buchs – Co-Präsidenten

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